Rumänien – Sommer 2010– 3 Länder – 5000 km

Dieses Jahr steht wieder einmal Rumänien auf dem Programm. Vorgesehen war auch die Republik Moldau (Moldawien), wegen schweren Regenfällen und Überschwemmungen musste aber darauf verzichtet werden.

1. Tag: Freiburg/CH – München/D

Dies ist die erste Reise mit meiner neuen R1200 GS Adventure, der 1000 km-Service liegt nur etwa zwei Wochen zurück. Am Morgen um halb fünf fahre ich in Richtung Zürich, wo ich am Flughafen halte um zu frühstücken. Weiter geht es auf der Autobahn bis Österreich und dann auf Nebenstrecken durch das Allgäu bis München wo ich am frühen Nachmittag ankomme. Am Abend gibt es ein Riesenfest in der Stadt, Deutschland hat an der Fussball-WM Argentienien besiegt…

Erster Zwischenhalt am Flughafen Zürich

München feiert den Sieg…

4:0 gegen Argentinien !

Rathaus von München

2. Tag: München/D – Wien/A

Bei strahlendem Sonnenschein und warmen Temperaturen fahre in weiter ostwärts. Nach dem Frühstück in Braunau ist die nächste Etappe die Stadt Melk mit seiner berühmten Stiftskirche. Von hier ist es nur ein kurzer Weg bis Wien und es reicht noch gut für eine Stadtbesichtigung.

Unterwegs an der Donau/A

Stift Melk/A

3. Tag: Wien/A

Heute ist ein vollkommen Motorradloser Tag. Am Vormittag geht es mit dem Speedboat in 75 Minuten nach Bratislava und nach einem Spaziergang durch die Stadt und dem Mittagessen fahre ich mit dem Zug zurück nach Wien.

Im Zentrum von Wien/A

Auf der Donau nach Bratislava/SK

Tram in Bratislava/SK

Im Zentrum von Bratislava/SK

4. Tag: Wien/A – Timisoara/RO

Am Morgen ist das Wetter ziemlich bewölkt aber noch trocken. Zuerst fahre ich auf der Autobahn bis Györ in Ungarn, dann geht es auf Nebenstrecken weiter in Richtung der rumänischen Grenze. Der Himmel wird immer dunkler und bald fängt es an zu regnen. Zum Glück ist der Regenschutz zuoberst im Koffer und ich komme einigermassen trocken in Rumänien an. Der erste Halt ist in Sannicolau Mare nahe der Grenze, und als ich in Timisoara, dem Ziel der heutigen Etappe ankomme, scheint die Sonne bereits wieder.

Timisoara/RO

5. Tag: Timisoara/RO – Dobreta Turnu Severin/RO

Nach einem Spaziergang durch Timisoara fahre ich weiter nach Süden in Richtung serbische Grenze und entlang der Donau. Die Strassen sind in sehr variablem Zustand, aber dafür hat es nur wenig Verkehr. Gegen sechs Uhr treffe ich in Dobreta Turnu Severin ein, das ich schon von einer früheren Reise her kenne.

Schwarze Wolken über Westrumänien

Kirche am Ufer der Donau/RO

Alter Markt in Dobreta Turnu Severin/RO

6. Tag: Dobreta Turnu Severin/RO – Calafat/RO

Am Morgen ist es wieder sonnig und gegen Mittag fahre ich weiter der Donau entlang durch abgelegene Dörfer in Richtung Süden. Gegen vier Uhr komme ich in Calafat, einer kleinen Stadt an der Grenze zu Bulgarien, an. Ich beschliesse hier zu übernachten, da der nächste Ort mit einem Hotel noch ziemlich weit ist. Die Fähre nach Bulgarien wird von zahlreichen Lastwagen benutzt, sonst ist die Stadt fast wie ausgestorben. Ein paar Kilometer weiter wird eine Brücke über die Donau gebaut.

Bahnübergang in Calafat/RO

Rumänische Landschaft

 

Dorfleben in Rumänien

Die Strasse ist für alle da

7. Tag: Calafat/RO – Bukarest/RO

Die heutige Etappe bis Bukarest ist eigentlich nicht sehr lang, aber auf den kleinen Strassen komme ich nicht so recht vorwärts. Kurz vor der Ankunft fängt es leicht an zu regnen. Da ich erst am Abend eintreffe ist der Verkehr nicht mehr so schlimm. Ich besuche Freunde im Zentrum der Stadt und dank GPS finde ich die Adresse problemlos.

 

Schönes Gebäude in Calafat/RO

Kirche in Calafat/RO

Landstrasse entlang der Donau/RO

Altes Hotel am Strassenrand/RO

8. Tag: Bukarest/RO – Ramnicu Valcea/RO

Am späteren Vormittag fahre ich zusammen mit rumänischen Freunden nach Ramnicu Valcea, wo wir ihre Familie besuchen und auch dort übernachten.

Ankunft in Bukarest/RO

9. Tag: Ramnicu Valcea/RO – Sighisoara/RO

Heute geht es in die Karpaten. Wir fahren über den 2000 m hohen Transfagarasan-Pass in Richtung Norden. Leider regnet es auf der Passhöhe und es wird recht kühl. Auf der anderen Seite wird das Wetter wieder besser, und wir fahren weiter bis Sighisoara wo wir am frühen Abend eintreffen. Es hat sich einiges verändert seit ich vor 10 Jahren zum ersten Mal hier war, man ist heute viel mehr auf westliche Touristen eingestellt.

Unterwegs in Rumänien

Orthodoxes Kloster

Transfagarasan-Pass/RO

Schafherde in Transsylvanien/RO

Sighisoara/RO

 

Bank in Sighisoara/RO

10. Tag: Sighisoara/RO – Bistrita/RO

Am Vormittag reisen wir weiter nach Biertan, einem typischen transsylvanischen Dorf mit einer grossen befestigten Kirche. Dann geht es nach Târgu Mures, wo sich unsere Wege trennen, meine Freunde fahren zurück nach Bukarest und ich fahre weiter in Richtung Norden bis Bistritsa, dem heutigen Tagesziel.

Transsylvanisches Dorf/RO

Befestigte Kirche von Biertan/RO

Häuser in Biertan/RO

11. Tag: Bistrita/RO – Satu Mare/RO

Die heutige Strecke führt durch verschlafene Dörfer mit typischen Holzhäusern des Gebietes Maramures und entlang der ukrainischen Grenze weiter, bis ich gegen Abend in Satu Mare ankomme, der letzten rumänischen Etappe dieser Reise.

Haus in Maramures/RO

Holzkirchen in Maramures/RO

Hügelige Landschaft in Maramures/RO

Dekoriertes Holzhaus/RO

Mein Hotel in Satu Mare/RO

Satu Mare/RO

12. Tag: Satu Mare/RO – Wien/A

Obwohl es von Satu Mare bis Oradea nicht sehr weit ist, komme ich wegen den riesigen Baustellen und den vielen Lastwagen nicht so recht vorwärts. Kaum bin ich über die ungarische Grenze, sind die Strassen wieder gut. Das Wetter ist super und ich beschliesse, gleich in Richtung Wien weiterzufahren wo ich gegen 22 Uhr ankomme. Leider habe ich kein Hotel reserviert und bekomme erst nach einigem Suchen noch ein Zimmer, ziemlich geschafft nach 12 Stunden Fahrt…

Haus in der Nähe von Oradea/RO

Verlassene Tankstelle an der Grenze zu Ungarn/RO

Kurz vor der Grenze zu Ungarn

13.-14. Tag: Wien/A

Die nächsten zwei Tage sind ganz der Erholung gewidmet. Am Nachmittag fahre ich zur Donauinsel und geniesse die Sonne und den Strand.

An der Donau in Wien

15. Tag: Wien/A – München/D

Am Vormittag ist es noch sonnig und ich nehme ein letztes Bad in der Donau. Als ich am frühen Nachmittag losfahre kommt ein kurzes Gewitter, auf der ganzen Strecke bis München bleibt es aber trocken. Nachdem ich im Hotel angekommen bin fängt es an zu regnen und am Abend ziehen mehrere Gewitter über die Stadt.

16. Tag: München/D – Freiburg/CH

Am Morgen ist das Wetter wieder freundlicher, aber bedeutend kühler. Ich bin froh, dass ich einen warmen Pullover mitgenommen habe. Trotz viel Ferienverkehr komme ich auf der Autobahn gut vorwärts und bin am späteren Nachmittag zu Hause.

Ein paar Zahlen (alle gemäss GPS):

Total gefahrene Kilometer: 4964
Reine Fahrzeit: 92 Stunden 27 Minuten
Durchschnittsgeschwindigkeit: 53.2 KM/H