Balkan und Italienreise – Frühling 2019 – 4 Länder – 2931 km

Dies ist die erste Reise mit meiner neuen BMW R1250 GS welche ich vor ein bisschen mehr als einem Monat in Empfang genommen habe. Als Destination habe ich den westlichen Balkan und Italien ausgewählt. Nebst Slowenien und Kroatien waren auch Bosnien und Montenegro vorgesehen. Wegen den schlechten Wetterbedingungen verzichtete ich dann auf die beiden letzteren.

1.Tag, Freiburg – Feldkirch und Autozug nach Villach

Als ich Mitte Nachmittag zu Hause abfahre ist das Wetter noch einigermassen in Ordnung. Je mehr ich gegen Osten vorankomme, desto dunkler wird der Himmel. Als ich gegen 20 Uhr ich Feldkirch eintreffe hoffe ich, dass die Verladung auf den Autozug noch vor dem aufziehenden Gewitter beginnen kann. Daraus wird aber leider nichts, kurz vor dem Verladen schüttet es wie aus Kübeln. Leider sollte es nicht der einzige Regen auf dieser Reise sein. Pünktlich um 22:45 Uhr fährt der Zug los und ich schlafe bis ca. eine Stunde vor der Ankunft in Villach.

Am Walensee
Sargans
Feldkirch

2. Tag, Villach – Šibenik

Um 6 Uhr trifft der Zug in Villach ein und der Regen hat nicht nachgelassen. Da ich bereits im Zug gefrühstückt habe, fahre ich direkt auf die Autobahn und durch den Karawankentunnel in Richtung Slowenien. Viel lieber wäre ich über den Wurzenpass und über kleine Strassen bis Ljubljana gefahren, bei diesem Wetter ist es aber keine Option. Unterwegs in Richtung Kroatien gibt es ein paar kurze Regenpausen doch bald fängt es wieder an. Da die Prognosen für den Süden von Kroatien ein bisschen besser sind, beschliesse ich auf der Autobahn zu bleiben und fahre direkt bis Šibenik wo ich Mitte Nachmittag ankomme. Die Sonne zeigt sich jetzt vermehrt und ich finde ein schönes Hotel direkt am Hafen. Da noch Vorsaison ist, habe ich für diese Reise nichts im voraus reserviert und finde immer problemlos ein Zimmer.

Ankunft in Villach
Eigenbau-Motorrad in Slowenien
Burg in Ribnik, Kroatien
Dunkle Wolken…
Brücke bei Šibenik
Ankunft in Šibenik

3. Tag, Šibenik

Am Morgen ist das Wetter wieder regnerisch und da ich von der langen Anreise noch ziemlich müde bin beschliesse ich, einen Tag länger in Šibenik zu bleiben. Das Motorrad bleibt heute vor dem Hotel und ich besichtige die schöne Altstadt mit ihren engen Gassen. Es sind schon etliche Touristen da, aber nur sehr wenige im Vergleich mit den Ferienmonaten Juli und August.

Am Hafen von Šibenik
Kathedrale von Šibenik
Ausflugsschiffe in Šibenik

4. Tag, Šibenik – Dubrovnik

Auch heute wird das Wetter nicht trocken bleiben, aber immerhin scheint meistens die Sonne. Eigentlich hatte ich vorgesehen nach Mostar weiterzufahren, die schwarzen Wolken über den Bergen lassen aber nichts Gutes ahnen und so fahre ich weiter in Richtung Süden und erreiche am späteren Nachmittag Dubrovnik. Auch hier finde ich sofort ein schönes Hotel und spaziere bis zum Hafen.

Unterwegs nach Dubrovnik
Ankunft in Dubrovnik

5. Tag, Dubrovnik – Bari

Da meine Fähre nach Bari erst am späten Abend startet habe ich den ganzen Tag, um die Region zu erkunden. Über kleine Strassen fahre ich bis zur Südspitze von Kroatien. Auf der anderen Seite der Bucht sieht man die Stadt Herceg Novi in Montenegro. Am Abend fahre ich zum Hafen von Dubrovnik zurück und kurz vor dem Einschiffen kommt nochmals ein Gewitter auf. Es sind zahlreiche Motorradfahrer auf der Fähre, vor allem Italiener auf der Rückreise vom langen Wochenende.

Im Hafen von Dubrovnik
Südlich von Dubrovnik
Besuch an Bord
Im Süden Kroatiens
Am Hafen von Dubrovik
Meine Fähre nach Bari
Auf der Fähre

6. Tag, Bari – Alberobello

Bei fast wolkenlosem Himmel kommt die Fähre kurz vor 8 Uhr in Bari an. Die Motorräder sind als erste draussen und so kann ich zügig weiterfahren. Ich möchte ein bisschen Apulien erkunden und fahre auf der Schnellstrasse in Richtung Brindisi und Lecce. Der südlichste Punkt meiner Reise ist Santa Maria al Bagno, ein kleiner Badeort bei Nardò. Das Dorf ist noch ziemlich ausgestorben und nur ein paar Mutige wagen sich ins Wasser. Es ist ungewöhnlich kühl für die Jahreszeit. Bald macht der blaue Himmel den dunklen Wolken Platz und bevor ich richtig Zeit habe die Regenkombi anzuziehen, geht bereits ein starkes Gewitter nieder. Es blitzt auf allen Seiten und ich halte am Strassenrand an, bis es vorbei ist. Kurz darauf kommt noch ein kleineres Gewitter, dann ist für den Rest der Reise aber endgültig Schluss mit Regen… endlich! Über kleine Landstrasse fahre ich weiter bis Alberobello, das ich schon von meiner letzten Italienreise her kenne. Es ist die Hauptstadt der Trulli, den weissen Steinhäusern mit ihren kegelförmigen Dächern.

Auf der Fähre
Ankunft in Bari
Am Strand von Santa Maria al Bagno
In Santa Maria al Bagno
Kleine Kirche in Apulien
Trulli in Alberobello
Alberobello
Kathedrale von Alberobello

7. Tag, Alberobello – Ancona

Am Anfang fahre ich über kleine Landstrassen weiter in Richtung Norden. Kurz vor Bari gehe ich auf die Autobahn und verlasse sie erst wieder in Ancona. Da ich übermorgen wieder zu Hause sein möchte habe ich keine andere Wahl, die Distanzen sind zu gross. Mein Hotel befindet sich wiederum direkt am Hafen und am Abend bestaune ich die Geschicklichkeit der Trucker beim Verladen ihrer Lastwagen auf die riesige Fähre in Richtung Griechenland.

Unterwegs in Apulien
Ancona
Hafen von Ancona

8. Tag, Ancona – Cremona

Nach einer kurzen Stadtbesichtigung geht es wieder auf die Autobahn. Je weiter nördlich ich fahre, desto heisser wird es. Unterwegs halte ich in San Marino zum Mittagessen und fahre dann direkt bis zum heutigen Tagesziel, Cremona. Es ist mein erster Aufenthalt in der Stadt, der Dom und der Glockenturm sind sehr sehenswert.

Cremona
Dom von Cremona

9. Tag, Cremona – Freiburg

Da ich die letzten beiden Tage genug auf der Autobahn gefahren bin geht es heute über Landstrassen weiter. Der Verkehr ist mässig und ich fahre über Pavia weiter nach Ivrea und Aosta und durchquere die Alpen im Grossen- St.-Bernhard- Tunnel. Der Pass ist wegen eines Lawinenabgangs geschlossen. In Martigny gehe ich auf die Autobahn und treffe kurz nach 18 Uhr zu Hause ein.

Palestro
Brücke in Pavia
In Palazzo Canavese
Aufstieg zum Grossen-St.-Bernhard Tunnel