1. Tag, Samstag, Freiburg/CH – Imola/I

Wie bereits in den beiden letzten Jahren startet meine Reise mit der Fähre ab Ancona. Dieses Mal übernachte ich in Imola, da ich den Hauptverkehr am Morgen um Bologna vermeiden will. Gegen 20 Uhr treffe ich im Hotel Europa ein.

2. Tag, Sonntag, Imola/I – Ancona/I – Igoumentisa/GR

Da ich nur ca. 180 km von Ancona übernachtet habe, muss ich nicht allzu früh abfahren. Es reicht sogar für einen kleinen Abstecher nach San Marino. Gegen 11:30 bin ich am Hafen. Die Fähre hat wieder einmal Verspätung, bis alle Fahrzeuge an Bord sind wird es weit nach 15 Uhr, die Abfahrt war um 13:30 Uhr vorgesehen. Wir sind nur vier Motorradfahrer nach Igoumenitsa und kommen als Letzte auf die Fähre. Das bedeutet, dass wir als Erste wieder draussen sein werden.

Aussicht von San Marino

Warten auf die Verladung

Meine Fähre in Ancona

Hafen von Ancona

Meine Kabine auf der Fähre

Unterwegs sehen wir ein brennendes Schiff

Sonnenuntergang auf der Adria

3. Tag, Montag – Igoumenitsa/GR – Porto Koufo/GR

Die Überfahrt ist wie gewohnt ruhig und kurzweilig. Trotz der verspäteten Abfahrt kommt die Fähre fast pünktlich in Igoumenitsa an und ich fahre gleich weiter in Richtung Osten. Die Autobahn bis Thessaloniki ist fast leer, hingegen ist die Strecke in Richtung Chalkidiki ziemlich stark befahren. Am frühen Nachmittag treffe ich in Porto Koufo ein, wo ich zu Beginn dieser Reise ein paar Tage Badeferien geniessen werde. Die Saison hat gerade erst angefangen, die Hotels und die Restaurants sind noch nicht voll.

Bucht von Kalamitsi

Strand in Porto Koufo

4. – 6. Tag, Dienstag bis Donnerstag, Porto Koufo/GR

Einsame Bucht

Unterwegs in Griechenland

Wilde Küste, im Hintergrund der Berg Athos

Alter Militärhelikopter

Badestrände in Chalkidiki/GR

7. Tag, Freitag, Porto Koufo/GR – Skopje/MK

Nach drei Tagen Strand zieht es mich weiter. Über Thessaloniki geht es auf direktem Weg bis Mazedonien.  Die Grenzüberquerung, wie übrigens alle auf dieser Reise, ist problemlos und praktisch ohne jegliche Wartezeit. Viel Verkehr hat es nicht, ausser 2 – 3 Lastwagen hat es gar keine anderen Fahrzeuge. Am späteren Nachmittag treffe ich in Skopje, der Hauptstadt von Mazedonien,  ein. Ich hatte kein Hotel reserviert, finde aber problemlos ein schönes Zimmer im Orange Inn. Ausländische Touristen habe ich in der Stadt nur wenige gesehen. Da ich keine grossen Erwartungen hatte, bin ich von Skopje positiv überrascht. Das Zentrum mit dem Hauptplatz und der Fussgängerzone ist bis spät Abends voller Leute. So eine Dichte an Monumenten habe ich selten gesehen. Die Mazedonier sind sehr stolz auf ihre Geschichte (Alexander der Grosse).

Strassenkreuzung in Mazedonien

Landstrasse in Mazedonien

Skopje by night

8. Tag, Samstag, Skopje/MK

Als ich am Morgen erwache regnet es leicht und ich bin nicht in topform. Also beschliesse ich, einen zusätzlichen Tag in Skopje einzuschalten und spaziere in den türkischen Basar.

Im türkischem Basar von Skopje

Im Zentrum von Skopje/MK

9. Tag, Sonntag, Skopje/MK – Pristina/RKS

Auf dem heutigen Programm steht ein Land in dem ich noch nie war und von dem ich eigentlich sehr wenig weiss. Nach einer knappen halben Stunde Fahrt auf menschenleeren Strassen bin ich an der Grenze zu Kosovo. Auch hier hat es praktisch keine anderen Fahrzeuge. Da die grüne Versicherungskarte für den Kosovo nicht gilt, muss ich am Zoll für 15 Euro eine Versicherung abschliessen.  Die Weiterreise nach Pristina ist absolut problemlos, ausser dass es kurz vor der Stadt anfängt zu regnen. Am frühen Nachmittag treffe ich im Hotel Afa ein und ruhe mich aus, bis das Wetter wieder besser wird. Die Stadt selber hat nicht sehr viel zu bieten, die Leute sind aber sehr nett und die Preise sind für uns recht günstig. Es wird viel gebaut an Gebäuden und Strassen. Ab und zu trifft man auf Militärfahrzeuge der KFOR-Truppen und auch ziviles Personal von diversen EU- und anderen Organisationen sind in Pristina sichtbar. In den Gebieten in denen ich war scheint die Sicherheit kein Problem zu sein. Wie es an der Grenze zu Serbien aussieht kann ich nicht beurteilen, da ich über Albanien ausgereist bin. Tankstellen sind zahlreich vorhanden und der Strassenzustand ist gut.

Im Zentrum von Pristina

Newborn Monument in Pristina

Modernes Gebäude in Pristina

Modeboutique in Pristina

Günstiges Benzin…

10. Tag, Montag, Pristina/RKS – Shkoder/AL

Bei strahlend blauem Himmel und angenehmen 20 Grad geht es am Vormittag weiter in Richtung Albanien. Ein grosser Teil der Strecke lege ich auf einer super ausgebauten Autobahn zurück. Die Grenzformalitäten sind wieder rasch erledigt, und die Autobahn geht weiter, nur kurz vor Shkoder mündet sie in eine kleine Strasse mit ziemlich viel Verkehr. Ich kenne Shkoder schon von einer früheren Reise, das letzte Mal hatte ich aber nicht hier übernachtet. Mein Hotel liegt gleich an der Fussgängerzone und am Abend ist die Stadt voller Spaziergänger und die Terrassen sind überall sehr gut besetzt. Dies ist meine dritte Reise nach Albanien und seit dem ersten Mal hat sich einiges getan. Der Strassenzustand hat sich stark verbessert und viele Häuser werden neu gebaut oder renoviert.

Landstrasse in Kosovo

Im Hintergrund die Grenzstation zu Albanien

Albanische Landschaft

Im Zentrum von Shkoder

Festung in Shkoder

Moschee in Shkoder

In der Fussgängerzone von Shkoder

Mein Hotel in Shkoder

11. Tag, Dienstag, Shkoder/AL – Mostar/BiH

Von Shkoder bis zur Grenze zu Montenegro sind es knapp 40 km, Verkehr hat es nur sehr wenig. Die Landschaften sind wunderschön, mit Seen und Hügeln und kleinen Dörfern. Nach der Grenze zu Montenegro wird es ziemlich bergig und auch hier sind ausser ein paar Lastwagen nur wenige Fahrzeuge unterwegs. Da Podgorica, die Hauptstadt Montenegros, am Weg liegt, beschliesse ich mich für eine kleine Stadtrundfahrt. Es sieht eher nach einer Provinzstadt aus, was es ja bis zur Unabhängigkeit auch war. Ein paar Stunden später stehe ich schon an der nächsten Grenze, diejenige nach Bosnien und Herzegowina. Fahrerisch und landschaftlich ist es die bis jetzt schönste Strecke auf dieser Reise. Viele Kurven, perfekte Strassen die ich fast für mich alleine habe. Am späteren Nachmittag treffe ich in Mostar ein. Ich kann das Motorrad in der Garage meines Motels unterbringen und besichtige die Stadt mit der berühmten Brücke. Zum Glück nach der Abreise der zahlreichen Touristenbusse aus Dubrovnik, die für einen Tagestrip nach Mostar kommen.

Bunker in Nordalbanien

Gute Strasse nördlich von Shkoder

Verlassene Bahnlinie in Albanien

Nebenstrasse in Albanien

Gründliche Reinigung

See in Montenegro

Einfahrt nach Podgorica

Brücke in Podgorica

Landschaft in Montenegro

Fluss in Mostar

Brücke von Mostar

Aussicht von der Brücke in Mostar

12. Tag, Mittwoch, Mostar/BiH – Sarajevo/BiH

Da Sarajevo nicht allzu weit von Mostar entfernt ist beschliesse ich, nicht die Hauptstrasse sondern Nebenstrecken zu nehmen. Anfangs ist alles gut, die Strassen sind schmal aber einigermassen gut geteert. Plötzlich aber wird die Strasse zu einem Feldweg mit grossen Steinen. Als nach ein paar Kilometern keine Besserung in Aussicht ist, fahre ich einen Teil der Strecke zurück und nehme doch eine Hauptstrasse. Wobei Hauptstrasse ziemlich übertrieben ist, ab und zu kreuze ich ein Auto oder einen Lastwagen. Am späteren Nachmittag treffe ich in Sarajevo ein. Mein Hotel befindet sich gleich neben dem türkischen Basar, der auch eine der Hauptattraktionen der Stadt ist.

Burg in der Nähe von Mostar

Willkommen in der Republika Srpska, einer der Teilrepubliken des Staates Bosnien und Herzegowina

Am Anfang sah es noch ganz passabel aus…

Moschee in Sarajevo

In der Fussgängerzone von Sarajevo

Sarajevo

13. Tag, Donnerstag, Sarajevo/BiH – Varaždin/HR

Als ich am Morgen losfahre ist das Tagesziel eigentlich Bosanska Dubica, eine kleine Grenzstadt kurz vor Kroatien. Als ich dort gegen 15 Uhr eintreffe bin ich noch nicht müde und so beschliesse ich, bis nach Varaždin, der ehemaligen Hauptstadt von Kroatien, weiterzufahren. Es war eine gute Entscheidung, ist es doch eine der schönsten Städte die ich auf dieser Reise gesehen habe. Es hat zahlreiche renovierte Gebäude und ein Schloss, Touristen sind aber nur wenige zu sehen.

Einfahrt nach Banja Luka

Mein Hotel in Varaždin

Alte Gebäude in Varaždin

Schloss von Varaždin

14. Tag, Freitag, Varaždin/HR – Rovinj/HR

Die heutige Strecke ist fast nur Autobahn. Nach knapp 4 Stunden Fahrt treffe ich in Rovinj ein. Ich kenne die Kleinstadt an der Adria von früheren Reisen her. Nach kurzer Suche finde ich ein Zimmer nicht allzu weit vom Strand.  Für die nächsten paar Tage ist erst einmal Schluss mit Reisen und Erholung am Strand ist angesagt.

Altstadt von Rovinj

15. – 16. Tag, Samstag bis Sonntag, Rovinj/HR

Fischerboot im Hafen von Rovinj

Im Zentrum von Rovinj

Im Hafen von Rovinj

17. Tag, Montag, Rovinj/HR – Freiburg/CH

Kurz vor acht Uhr fahre ich los. Slowenien ist schnell durchquert und bis Triest hat es noch wenig Verkehr, auf den italienischen Autobahnen ist jedoch einiges los. Zwischen Venedig und Mailand regnet es ab und zu leicht, auch kurz vor dem Gotthardtunnel werde ich noch einmal nass. Nach der längsten Etappe dieser Reise bin ich um halb sieben Abends wieder zu Hause.

 

Ein paar Zahlen (alle gemäss GPS):

Total gefahrene Kilometer: 4863
Reine Fahrzeit: 68 Stunden 01 Minuten
Durchschnittsverbrauch: 4.8 L/100 km