Griechenland/Westbalkan – Sommer 2011 – 10 Länder – 4100 km

1. Tag: Freiburg/CH – Parma/I

Am Vormittag bin ich noch an der Arbeit, aber kurz nach dem Mittagessen packe ich die letzten Sachen und fahre bei strahlendem Sonnenschein über den Grossen St. Bernhardpass und hinunter nach Aosta. Von hier geht es auf fast leeren Autobahnen bis Parma, wo ich am frühen Abend ankomme. Mein Hotel liegt am Stadtrand und ich verschiebe die Besichtigung von Parma auf den nächsten Vormittag.

Am Grossen St. Bernhard-Pass

Im Zentrum von Parma

2. Tag: Parma/I – Ancona/i – Igoumenitsa/GR

Nach einem kurzen Spaziergang in Parma fahre ich wieder auf die Autobahn in Richtung Süden. Heute hat es aber bedeutend mehr Verkehr. Dieser bleibt aber fliessend und gegen 13 Uhr treffe ich im Hafen von Ancona ein. Es sind sehr viele Touristen unterwegs und am Check-in für die Griechenlandfähre herrscht ein grosses Gedränge. Auch das Verladen dauert ziemlich lange. Bis der letzte Lastwagen an Bord ist haben wir fast eine Stunde Verspätung auf dem Fahrplan. Im Schiffsbauch sind die Autos, Camper und Lastwagen dicht aneinander gedrängt. Auch Motorräder hat es recht viele, die meisten aus Italien. Gegen 17 Uhr geht es endlich los, die Ausfahrt aus dem Hafen ist recht eindrucksvoll. Viele Passagiere machen es sich auf dem Deck bequem und richten ihr Nachtlager ein.

Im Hafen von Ancona

Ausfahrt aus dem Hafen

Sonnenuntergang auf der Fähre

3. Tag: Igoumenitsa/GR – Ioannina/GR

Kurz nach acht Uhr morgens treffen wir in Igoumenitsa ein. Ein Teil der Passagiere reist mit dieser Fähre nach Patras weiter. Ich fahre ein paar Kilometer auf teils ungeteerten Strassen nordwärts und finde fast menschenleere Strände, wo ich für ein paar Stunden das klare Wasser geniesse. Am Nachmittag mache ich mich wieder auf den Weg und treffe gegen fünf Uhr in Ioannina in Nordgriechenland ein. Die Stadt scheint bei griechischen Touristen ziemlich beliebt zu sein, es sind aber fast keine Ausländer anzutreffen. Die Strassencafés sind gut besucht, auch sonst sind am Abend viele Leute in den Strassen.

Ankunft in Igoumenitsa

Griechische Landstrasse

Einsamer Strand bei Igoumenitsa

Häuser in Ioannina

4. Tag: Ioannina/GR – Bitola/MK

Als ich gegen neun Uhr losfahre, ist es schon fast 30 Grad heiss. Es geht über fast leere Strassen durch Täler und über Berge, es ist eine traumhafte und sehr wahrscheinlich die schönste Strecke mit dem Motorrad auf dieser Reise. Am frühen Nachmittag überquere ich die Grenze zu Mazedonien und erreiche meine heutiges Tagesziel, Bitola. Mitten in der Fussgängerzone der lebhaften Stadt liegt mein Hotel, das Millenium. Es ist Samstag und die Strassen sind voll von Leuten, die bis spät Abends die Terrassen beleben.

Im Norden Griechenlands

Wilde Bergwelt in Nordgriechenland

Einsame Bergstrasse in Nordgriechenland

Fast kein Verkehr mehr

Ankunft in Bitola/MK

5. Tag: Bitola/MK – Ohrid/MK

Die heutige Etappe ist sehr kurz. Zuerst geht es über eine kleine Passstrasse vom Prespasee zum Ohridsee. Die Aussicht von der Passhöhe ist spektakulär. Über zahlreiche Kurven windet sich die Strasse hinunter zum See und in die Stadt Ohrid. Ich beziehe ein Zimmer in einer der zahlreichen Pensionen. Die Bevölkerung vervierfacht sich während den Sommermonaten, zahlreiche Touristen aus allen Balkanstaaten und aus dem übrigen Europa verbringen ihre Ferien am Ohridsee.

Moschee in Bitola/MK

Naschende Pferde

Im Zentrum von Bitola/MK

Aussicht auf den Ohridsee/MK

Am Hafen von Ohrid

Burgmauer in Ohrid/MK

Altes Haus in Ohrid/MK

Im Zentrum von Ohrid

6. Tag: Ohrid/MK – Durres/AL

Nach der Besichtigung der Altstadt fahre ich am Ohridsee entlang bis Struga und weiter zur albanischen Grenze. Die Formalitäten sind rasch erledigt. Nachdem ich über den Strassenzustand in Albanien einiges gehört und gelesen hatte, mache ich mich auf alles gefasst. Aber die Hauptstrasse nach Elbasan und weiter bis Durres ist in sehr gutem Zustand. Noch nie habe ich so viele und so moderne Tankstellen gesehen wie hier. Kurz vor Durres finde ich ein Hotel direkt am Strand. Es reiht sich ein Hochhaus an das andere und die Küste ist hier schon ziemlich zubetonniert. Am Nachmittag spaziere ich am Strand, das Wasser scheint mir aber nicht sehr sauber zu sein und so bade ich lieber im Swimmingpool meines Hotels. Es sind sehr viele Touristen an den Stränden, aber Restaurants hat es erstaunlich wenige. Ich finde aber doch noch eins und geniesse eine Pizza und ein gutes albanisches Bier.

Auf dem Weg nach Durres

Am Strand von Durres

Autobahn in Durres

Kühles Bier nach einem heissen Tag

7. Tag: Durres/AL – Bar/MTE

Auf gut ausgebauten Strassen, teils sogar neuen Autobahnen, geht es weiter in Richtung Norden bis Shkoder. Der Verkehr ist sehr intensiv; die meisten Touristen sind Albaner die in Europa arbeiten und ihre Ferien in der Heimat verbringen. Nachdem ich in der Stadt zu Mittag gegessen habe beschliesse ich, nach Montenegro weiterzufahren. Die Grenzformalitäten sind sehr unkompliziert und am späteren Nachmittag treffe ich in Bar, einer kleineren Hafenstadt in Montenegro, ein. Auch hier sind viele Touristen anzutreffen. Ich steige in einer kleinen Pension ab und treffe eine Gruppe französischer Motorradfahrer, die schon seit ein paar Tagen hier wohnen. Erstaunlicherweise hat Montenegro keine eigene Währung sondern benutzt den Euro, obwohl das Land nicht Mitglied der EU ist.

Autobahntankstelle in Albanien

Alte Eisenbahnbrücke bei Shkoder/AL

Moschee in Shkoder/AL

Holzbrücke in Shkoder/AL

Motorradgeschäft in Shkoder/AL

Kurz vor der Grenze zu Montenegro

8. Tag: Bar/MTE – Dubrovnik/HR

Die Strasse in Richtung Norden folgt der Küste, zahlreiche Buchten bis Herzeg Novi verleihen der Landschaft einen besonderen Reiz. Besonders die Bucht von Kotor ist sehr spektakulär. Leider ist der Verkehr auf der Küstenstrasse recht intensiv, und die Einreise nach Kroatien kurz vor Dubrovnik dauert ziemlich lange. Unweit des Zentrums finde ich ein Zimmer und am Abend besuche ich mit tausenden anderen Touristen die Altstadt von Dubrovnik. Im Vergleich mit den bisher auf dieser Reise besuchten Ländern ist Kroatien relativ teuer.

Unterwegs in Montenegro

Küste in Montenegro

Bucht von Kotor

Fähre durch die Bucht von Kotor

Hafenstädtchen in Montenegro

9. Tag: Dubrovnik – Zadar/HR

Immer der Küste entlang und bei intensivem Verkehr geht es weiter nach Norden. Ich verzichte auf die ursprünglich geplante Besichtigung von Split und fahre weiter bis zur Insel Vir und erreiche am frühen Abend die Hafenstadt Zadar. Es ist interessant, den zahlreichen Fähren zuzuschauen.

Touristenrummel in Dubrovnik

Spaziergang durch Dubrovnik

Altstadt von Dubrovnik

Brücke und Hafen in Dubrovnik

10. Tag: Zadar – Maribor/SLO

Am Vormittag beschliesse ich, die Küste zu verlassen und fahre ins kroatische Hinterland. Statt in endlosen Autoschlangen bin ich jetzt fast alleine auf der Strasse. Die Landschaft ist hügelig bis bergig und recht abwechslungsreich. Kurz vor Mittag verlasse ich Kroatien und reisen in Bosnien ein. Nach einem kurzen Stopp in Bihac geht es weiter durch das malerische Unatal. Auch hier ist der Verkehr nur mässig, die Strassen sind aber in sehr gutem Zustand. In Novi Grad geht es wieder über die kroatische Grenze. Auf kleinen und zum Teil ungeteerten Strassen geht es weiter nach Norden. Ich umfahre Zagreb und reise auf der Autobahn bis zur slowenischen Grenze. Gegen Abend treffe ich in Maribor ein, im Vergleich zu Dubrovnik oder Zadar ist die Stadt wie ausgestorben und die Temperatur ist um ca. 10 Grad zurückgegangen.

Seenlandschaft in Kroatien

Küste und Berge bei Zadar

Stadttor von Zadar

Fluss in Nordkroatien

Kroatische Landschaft nahe der Grenze zu Bosnien

Dorfmoschee in Bosnien

Am Fluss Una in Bosnien

11. Tag: Maribor/SLO – Wien/A

Mein ursprünglich Plan war es, nach Slowenien über Triest und Venedig nach Hause zu fahren. Ich beschliesse aber, stattdessen nach Wien zu fahren. Unterwegs besichtige ich noch Graz, dann geht es auf die Autobahn und am frühen Nachmittag treffe ich in Wien ein. Ich beziehe ein Hotelzimmer beim Prater und nach einem erfrischenden Bad in der Donau fahre ich mit der U-Bahn zum Stephansplatz.

Altstadt von Maribor

Im Zentrum von Maribor

Oldtimerrallye in Maribor

12. Tag: Wien/A

Dies ist der einzige motorradlose Tag dieser Reise. Ich löse eine Tageskarte der Wiener Linien und fahre mit der Strassenbahn durch die verschiedenen Stadtbezirke. Es ist Sonntag und es sind nur wenige Leute unterwegs. Am Abend besuche ich den Prater mit seinen zahlreichen Attraktionen.

Shoppingstrasse in Wien

Riesenrad im Prater

13. Tag: Wien/A – München/D

Auf der Autobahn geht es zuerst nach Linz und nach einer kurzen Pause weiter auf der Hauptstrasse über Braunau direkt nach München. Es reicht noch für eine Stadtbesichtigung, am Abend bin ich aber recht müde und entsprechend früh im Bett.

14. Tag: München/D – Freiburg/CH

Ich fahre schon früh los und der Verkehr ist sehr flüssig. Sogar die Umfahrung von Zürich ist problemlos und am frühen Nachmittag treffe ich zu Hause ein.

Ein paar Zahlen (alle gemäss GPS):

Total gefahrene Kilometer: 4144
Reine Fahrzeit: 85 Stunden 56 Minuten
Durchschnittsgeschwindigkeit: 68.2 KM/H