Nordosteuropa Motorradreise Sommer 2006 – 7 Länder – 5800 km

Der Plan für eine grössere Nordosteuropa Motorradreise gärte schon seit einiger Zeit. Nachdem die Tour im Sommer 2005 wegen Wetter-, Zeit- und anderen Problemen nicht durchgeführt werden konnte, stand im Juli 2006 der Abreise nichts mehr im Weg.

 

1. Tag: Freiburg/CH – Bamberg/D 660 KM

Es ist Sonntag, und bei sehr wenig Verkehr komme ich auf der Autobahn Richtung Zürich und Schaffhausen schnell vorwärts. Ein letztes Mal vor der Grenze tanken, der Sprit ist ja in Deutschland noch teurer als bei uns. Dann geht es auf Bundesstrassen weiter Richtung Rothenburg, dem ursprünglich vorgesehenen Ziel dieser ersten Etappe. Nachdem ich schon Mühe habe, ein Plätzchen für das Motorrad zu finden, geben mir die Touristenschwärme den Rest und ich beschliesse, dieses wunderschöne aber für meinen Geschmack zu überlaufene Städtchen zu verlassen. Ich fahre weiter bis Bamberg, und sollte diesen Entscheid nicht bereuen. Eine herrliche Altstadt, viele nette Kneipen und ein schönes Hotel – die Weiterfahrt hat sich gelohnt.

 

In der Altstadt von Bamberg

2. Tag: Bamberg/D – Berlin/D 642 KM

Über Hof, Zwickau, Chemnitz und Dresden geht es, teils über Bundesstrassen, teils über Autobahnen weiter Richtung Osten. Der Verkehr ist jetzt recht intensiv; es sind viele Lastwagen, aber auch viele Urlaubsreisende unterwegs. In der Region Cottbus fange ich an, nach einem Hinterradreifen Ausschau zu halten. Dieser hatte vor der Abreise noch ca. 2000 km Reserve und ich startete mit der Absicht, ihn kurz vor der polnischen Grenze zu ersetzen. Dies sollte sich jedoch als schwieriger erweisen, als ich gedacht hatte. Da die BMW R1200GS das meistverkaufte Motorrad in Deutschland ist ging ich davon aus, dass dazugehörende Reifen überall problemlos zu finden seien. Nach drei Anfragen bei Reifen – und Motorradhändlern musste ich aber feststellen, dass dies nicht der Fall ist. Nur auf Bestellung – Wartezeit 1 bis 3 Tagen hiess es überall. Weiterfahrt nach Eisenhüttenstadt – nichts, Frankfurt/Oder – gleicher Bescheid. Also rufe ich die Hotline von BMW an und frage nach dem nächsten grossen BMW Motorradhändler. Dieser sei in Berlin und nach einem Anruf bestätigt er, dass er den Reifen auf Lager hat. Somit komme ich noch in den Genuss eines kleinen Umweges über Berlin. Da es schon Abend ist, suche ich ein Hotel kurz vor der Stadt und fahre noch ein bisschen zu den Sehenswürdigkeiten wie Checkpoint Charlie, Brandenburger Tor und Reichstag.

Am Checkpoint Charlie in Berlin

Riesenfussball am Brandenburger Tor

3. Tag: Berlin/D – Torun/PL 480 KM

Da sich der BMW Händler im Westen der Stadt befindet, fahre ich früh los und dank GPS finde ich den Weg durch den morgendlichen Pendlerverkehr problemlos. Schliesslich wechsle ich statt nur den hinteren gleich beide Reifen. Der Vordere hätte die Reise sowieso nur knapp überlebt. Gegen elf Uhr ist die Sache erledigt, und ich fahre auf der Autobahn wieder Richtung Frankfurt/Oder. Dort geht es gleich über die Grenze nach Slubice, wo ich den ersten Kontakt mit den polnischen Strassenverhältnissen habe. Dank guter Federung werden die vielen Löcher und Unebenheiten fast alle geschluckt, nur an die Fahrweise der polnischen Automobilisten muss ich mich noch ein bisschen gewöhnen. Die Hauptstrasse Richtung Poznan wird nach etwa zwei Stunden Fahrzeit zur Autobahn und ich komme viel schneller voran als geplant. Nachdem ich die Stadt grossräumig umfahren habe, geht es in nördlicher Richtung weiter bis zur heutigen Tagesetappe: Torun. Die Geburtsstadt von Nicolaus Kopernikus ist auf jeden Fall sehenswert. Ich finde ein kleines Hotel in der Altstadt und geniesse den ersten Abend in Polen.

Ausgemustertes Militärflugzeug an polnischer Tankstelle

Das Rathaus von Torun/PL

4. Tag: Torun/PL – Alytus/LT 477 KM

Am Morgen hat sich das Wetter verschlechtert, es sollte aber der einzige kurze Regenguss dieser ganzen Reise sein. Auf mehr oder weniger akzeptablen Strassen geht es weiter Richtung Osten. Hier befindet sich das sehr wahrscheinlich reizvollste Gebiet Polens: Masuren. Da das Tagesziel aber Litauen ist, fahre ich über Augustow durch riesige Waldgebiete weiter. Kurz vor acht Uhr bin ich an der litauischen Grenze. Diese Strecke darf von den Lastwagen nicht befahren werden, und da auch sonst kaum jemand unterwegs ist, dauern die Grenzformalitäten keine zwei Minuten und ich bin in Litauen. Die Strassen sind bedeutend besser als in Polen, da aber kaum Häuser anzutreffen sind und es langsam dunkel wird bin ich froh, als ich in Alytus ankomme. Es ist eine lebhafte Kleinstadt und ich finde problemlos ein schönes Hotel im Zentrum. Die Terrassen der Restaurants sind noch voll besetzt, und nach dem zweiten litauischen Bier gehe ich schlafen, da sich die elf Stunden Fahrt bemerkbar machen.

In den Wäldern bei Augustow/PL

Mein Hotel in Alytus/LT

5. Tag: Alytus/LT – Žiežmariai /LT 132 KM

Bei strahlend schönem Wetter geht die Fahrt weiter. Heute wird es zum ersten Mal nur eine kurze Etappe, da ich litauische Freunde in Žiežmariai, einem Dorf zwischen Kaunas und der Hauptstadt Vilnius besuchen will. Zuerst mache ich aber noch einen kleinen Abstecher nach Kaunas, mit ca. 360’000 Einwohnern die zweitgrösste Stadt Litauens. In Žiežmariai angekommen, werde ich von Rokas und seiner Familie freudig empfangen und wir besichtigen zusammen das Dorf und die Umgebung. Viele der buntbemalten Holzhäuser sind nicht in sehr gutem Zustand, aber es gibt auch viele neue Häuser. Die meisten Dorfbewohner leben von der Landwirtschaft, und Stress scheint hier ziemlich unbekannt zu sein. Am Abend gibt es litauische Spezialitäten und russischen Wodka.

Kirche in Kaunas/LT

Typische Häuser bei Žiežmariai/LT

6. Tag: Žiežmariai – Vilnius/LT – Žiežmariai 125 KM (mit Bus)

Dies sollte der einzige motorradlose Tag dieser Reise sein. Nicht etwa, weil das Wetter schlecht ist, sondern wir hatten am Vorabend beschlossen, zu fünft Vilnius zu besichtigen. Nach einer knappen Stunde Busfahrt auf der Autobahn erreichen wir die Hauptstadt Litauens. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegen nicht sehr weit auseinander, wir können die Stadt problemlos zu Fuss besichtigen. Nur um zum Fernsehturm zu gelangen nehmen wir einen Bus. Die Aussicht vom Turm ist grandios; bei klarem Wetter sieht man fast bis zur Grenze zu Weissrussland. Am späteren Nachmittag fahren wir zurück nach Žiežmariai. Die Bushaltestelle liegt gleich an der Autobahn, und es scheint niemand zu stören dass man diese samt Mittelplanke zu Fuss überqueren muss, um zum Dorf zu gelangen. Am Abend bin ich von den vielen Besichtigungen ziemlich müde und gehe früh ins Bett, morgen früh geht die Reise weiter.

Spaziergang in Vilnius/LT

Kirche in Vilnius/LT

Strasse in der Altstadt von Vilnius/LT

Aussicht vom Fernsehturm von Vilnius/LT

7. Tag: Žiežmariai – Klaipeda/LT 538 KM

Es ist Zeit, mich von meinen litauischen Freunden zu verabschieden. Nach ca. 250 Autobahnkilometern erreiche ich die Ostseeküste. Ich mache Halt im bekanntesten litauischen Badeort, Palanga. Es ist Hochsaison, und die Strassen und die Strandpromenade sind voller Touristen. Die meisten sind einheimische, es sind aber auch Russen und Besucher aus den anderen baltischen Ländern dabei. Auch am Strand hat es recht viele Leute, aber ins Wasser wagen sich nur die mutigsten. Es weht ein frischer Wind und die Wassertemperatur beträgt nur knapp über 15°. Nach einem guten Fischessen fahre ich weiter Richtung Norden und mache einen Abstecher nach Lettland. Nach einem kurzen Besuch der Küstenstadt Liepaja fahre ich wieder zurück nach Litauen. Die Grenzüberquerung war absolut problemlos, es war auch kaum Verkehr auf dieser Strecke. In Klaipeda, der grössten Hafenstadt an der litauischen Ostseeküste, nehme ich die Fähre für die kurze Überquerung auf die Kurische Nehrung. Dies ist eine Halbinsel, die etwa zur Hälfte zu Litauen und zur anderen Hälfte zu Russland gehört. Der litauische Teil ist grösstenteils ein Naturschutzgebiet, mit riesigen Sanddünen. Ziel der Tagesetappe wäre eigentlich Nida, die grösste Ortschaft im litauischen Teil der Kurischen Nehrung. Die Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit ist aber leider erfolglos und so beschliesse ich, wieder nach Klaipeda zurückzufahren. Es wird langsam dunkel und der Wind weht immer noch stark. Es sollte die kälteste Fahrt dieser Reise sein. Nach dem Verlassen der Fähre in Klaipeda finde ich nach kurzer Suche ein Hotel direkt am Hafen

Ostseestrand in Palanga/LT

Stadtzentrum von Liepaja/LV

Fähre auf die Kurische Nehrung/LT

8. Tag: Klaipeda/LT – Alytus/LT 360 KM

Die heutige Route führt entlang der russischen Enklave Kaliningrad. Zuerst geht es aber Richtung Süden zum Leuchtturm von Vente. Dieser liegt gegenüber der Kurischen Nehrung und gleich nebenan befinden sich eine Vogelwarte und ein kleines Museum. Anschliessend geht die Strecke über Landstrassen, zum Teil ungeteert, nach Panemune, nahe der russischen Ortschaft Sovetsk. Obwohl es der wichtigste Grenzübergang zwischen Russland und Litauen ist, sind kaum Fahrzeuge zu sehen. Ich fahre weiter am Nemunas Fluss entlang in Richtung Kaunas. In Veliuona komme ich per Zufall in den Genuss einer Besichtigung des Kirchturms. Die Führung ist leider auf litauisch, aber die Aussicht vom Turm ist grossartig. Es ist Abend und langsam Zeit, ein Hotel zu finden. Ich beschliesse, weiter nach Alytus zu fahren und übernachte im gleichen Hotel wie auf der Hinreise.

Landstrasse im Westen Litauens

Storchennest/LT

Leuchtturm am Kap Vente/LT

Nahe der Grenze zu Kaliningrad/Russland

Sicht auf den Nemunas Fluss bei Veliuona/LT

Haus in Veliuona/LT

9. Tag: Alytus/LT – Lublin/PL 474 KM

Am Morgen geht es wieder in Richtung litauisch-polnische Grenze. Unterwegs treffe ich auf eine Prozession von hunderten polnischen Pilgern, die zu Fuss nach Vilnius unterwegs sind. Die Grenzüberquerung ist wieder problemlos, Verkehr ist kaum vorhanden. Die Route führt über Augustow, Bialystok und dann immer Richtung Süden bis nach Lublin. Die Strassen sind nicht immer in sehr gutem Zustand, aber zum Glück sind fast keine Lastwagen unterwegs. In Lublin angekommen finde ich nach kurzer Suche ein Hotel in der Nähe des Zentrums und so kann ich am Abend die Altstadt bequem zu Fuss besichtigen.

An der polnisch-litauischen Grenze

Stadttor in Lublin/PL

In der Altstadt von Lublin/PL

10. Tag: Lublin/PL – Lviv/UA 215 KM

Die heutige Etappe sollte von der Distanz her eigentlich nicht sehr lange dauern, aber es galt, ein grösseres Hindernis zu überwinden. Einen ersten Halt mache ich aber zuerst im wunderschönen Städtchen Zamosc. Es wurde im 16. Jahrhundert nach dem Vorbild von Padua im Renaissancestil erbaut. Vor hier aus fahre ich direkt nach Hrebenne, an der polnisch-ukrainischen Grenze. Die Autoschlange ist nicht sehr lang und ich mache mich auf eine Wartezeit von ca. 15 Minuten gefasst. Sie kommt aber nur sehr schleppend vorwärts, am Schluss dauert die Warterei 2 Stunden. Die eigentliche Kontrolle verläuft unspektakulär: ein Einreiseformular ausfüllen, der Pass wird abgestempelt (das Fahrzeug wird auch eingetragen) und die grüne Versicherungskarte zeigen, dann ist man drin. Als ich aber die Schlange sehe, die für die Ausreise nach Polen wartet, bereue ich fast schon wieder, dass ich eingereist bin. Jetzt wird mir bewusst, was mit der EU-Aussengrenze gemeint ist. Es ist nicht meine erste Motorradreise in die Ukraine, also bin ich über den miserablen Zustand der Strassen nicht allzu sehr erstaunt. Die Fahrt geht durch kleine Dörfer über holprige Strassen weiter nach Lviv, der wichtigsten Stadt der Westukraine. Dort angekommen rufe ich einen Bekannten an. Da ich eigentlich nicht vorhatte in die Ukraine zu fahren, ist er über meine Ankunft sehr überrascht. Ich kann bei bei seiner Familie übernachten und wir stellen das Motorrad im Garten ab, bevor wir zu Fuss die Stadt besichtigen.

Das Rathaus von Zamosc/PL

Ankuft in Lviv/UA

Im Zentrum von Lviv/UA

Die Oper von Lviv/UA

Markt in Lviv/UA

Altes Prager Tram in Lviv/UA

Im Bahnhof von Lviv/UA

11. Tag: Lviv/UA – Tarnow/PL 257 km

Am Morgen machen wir noch eine kleine Fahrt in der Umgebung von Lviv. Die rutschigen Pflastersteine und die Tramschienen machen das Fahren aber nicht zu einem Vergnügen. Gegen Mittag geht es wieder in Richtung Grenze. Ich mache mich auf einiges gefasst, aber zuerst sieht es gar nicht so schlimm aus. Höchstens 40 Autos warten vor dem ukrainischen Grenzhäuschen, die lange Schlange vor dem polnischen sehe ich zu diesem Zeitpunkt zum Glück noch nicht. Nach drei Stunden in der Nachmittagshitze ist es endlich soweit, ich bin wieder in Polen. Während des langen Wartens komme ich ins Gespräch mit Ukrainern, die meisten sind „geschäftlich“ unterwegs. Sie kaufen Waren in Polen und verkaufen sie wieder in der Ukraine. Der Gewinn wird aber teuer bezahlt mit der langen Wartezeit an der Grenze, dies scheint sie aber kaum zu stören. Ich bin aber froh, endlich wieder fahren zu können und die weitere Strecke bis Tarnow verläuft problemlos. Als ich ankomme ist es schon dunkel und ich finde ein Hotel gleich auf dem Hauptplatz.

Mostyskij rajon, auf dem Weg zur Polnischen Grenze

Der Hauptplatz von Tarnow/PL

Im Zentrum von Tarnow/PL

Geschäfte in Tarnow/PL

12. Tag: Tarnow/PL – Frydlant nad Ostravici/CZ 280 KM

Nachdem ich am Morgen die Stadt besichtigt habe und zum Motorrad zurückkehre, folgt eine unangenehme Überraschung: der hintere Reifen ist platt ! Trotz intensiver Suche finde kein Loch und ich beschliesse, den mitgeführten Reparaturspray zu benutzen. An der nächsten Tankstelle halte ich an und kontrolliere ich den Reifendruck. Da sehe ich auf der Seite einen schmalen Streifen, an dem der Reparaturschaum langsam austritt. Eine Weiterfahrt unter diesen Umständen erscheint mir zu riskant und ich beschliesse, eine Reifenwerkstatt aufzusuchen. Ich werde in Tarnow schnell fündig und sie ist sehr gut ausgerüstet. Ein Ersatzreifen müsste bestellt werden, der beschädigte kann aber auch repariert werden mit der Einschränkung, dass damit nicht mehr als 140 km/h gefahren werden darf. Da ich zuwenig Zeit zum warten habe, entschliesse ich mich für die zweite Lösung. Mit ca. zweistündiger Verspätung geht die Fahrt weiter Richtung Westen. Da ich heute Abend in der Tschechei ankommen will, muss ich leider Krakau umfahren. Die ganze Strecke wird grossräumig renoviert und sehr stark von Lastwagen befahren; es wird eine der mühsamsten Tagesetappen. Unzählige Ampeln mit langen Auto- und Lastwagenschlangen verhindern ein zügiges Vorwärtskommen. So wird es langsam Abend, als ich bei Ostrava die tschechische Grenze überquere. Hier möchte ich Bekannte besuchen, diese sind jedoch nicht zuhause in Ostrava, sondern in ihrem Ferienchalet ein paar Duzend Kilometer südlich. Also fahre ich weiter nach Frydlant nad Ostravici, einem reizenden Feriendorf in den nahe gelegenen Bergen. Auf der Gartenterrasse des Hotels trinke ich mit Petr und seinen Freunden noch ein gutes tschechisches Bier und diskutiere über das morgige Programm.

13. Tag: Frydlant nad Ostravici – Landshut/D 657 KM

Da Petr auch Motorradfahrer ist, begleitet er mich am Morgen mit einem Freund auf seiner Suzuki 650. Nach ca. 50 km trennen wir uns und ich fahre weiter Richtung Westen, meistens über kleine Landstrassen, bis ich gegen Abend die deutsche Grenze bei Bayrisch Eisenstein erreiche. Das heutige Ziel war eigentlich München, als es aber langsam dunkel wird entscheide ich, in Landshut zu übernachten. Ich finde ein Hotel mitten im Zentrum, bin aber zu müde um noch die Stadt zu besichtigen und beschliesse, dies am Morgen nachzuholen.

 

Mein Hotel in Landshut/D

14. Tag: Landshut/D – Freiburg/CH 633 KM

Nach der Besichtigung verlasse ich Landshut auf der Autobahn in Richtung München. Es ist Samstag und der Verkehr in der Grossstadt ist nicht allzu stark. Die Hitze macht mir mehr zu schaffen und ich beschliesse, an diesem letzten Ferientag noch baden zu gehen. Also fahre ich weiter Richtung Westen bis nach Immenstadt und halte zum Baden am Grossen Alpensee. So gross ist dieser See nun auch wieder nicht, und es haben noch ein paar Tausend andere Leute die gleiche Idee. Ich finde aber ein gutes Plätzchen und nach einem kühlenden Bad geht es am späten Nachmittag weiter über Lindau und Bregenz bis zur Schweizer Grenze bei St. Margrethen. Von hier aus sind es noch 261 Autobahnkilometer bis Freiburg, wo ich gegen neun Uhr Abends ankomme.

 

Altstadt von Landshut/D

Fazit dieser Reise

Obwohl es manchmal lange und ein bisschen mühsame Tagesetappen gab, bereue ich keinen einzigen Kilometer dieser Reise. Die abwechslungsreichen Landschaften, die schönen Städte und die gastfreundlichen Leute haben die paar Strapazen mehr als wettgemacht. Natürlich hatte ich viel zu wenig Zeit um alle Sehenswürdigkeiten zu besuchen, die ich gerne gesehen hätte. An vielen Orten bin ich aus Zeitmangel vorbeigefahren, obwohl es sicher viel Interessantes zu sehen gehabt hätte. Ich hoffe, bei einer nächsten Gelegenheit einiges nachholen zu können.

Ein paar Zahlen (alle gemäss GPS):

Total gefahrene Kilometer: 5805
Reine Fahrzeit: 94 Stunden 25 Minuten
Durchschnittsgeschwindigkeit: 61.5 KM/H